ASAnja SchiffersMathematik · KI · Wissen KI-Werkstatt

Eine Aufgabe, drei Zugänge: mit KI differenzieren

Ein gemeinsames Lernziel kann mit unterschiedlich viel Unterstützung erreicht werden. Hier entwickelst du aus einer Dreisatzaufgabe drei überprüfbare Varianten für deinen Unterricht.

Das brauchst du

Eine Ausgangsaufgabe, ein konkretes Lernziel und ein KI-Chat, den du für deine Unterrichtsvorbereitung verwenden darfst. Die Planung kommt ohne Daten einzelner Kinder aus.

Dreisatz-PDF mit Musterlösungen

So gehst du vor

  1. Lege das gemeinsame Lernziel fest.

    Zum Beispiel: Die Lernenden erkennen eine proportionale Zuordnung und lösen sie über den Wert für eine Einheit. Beschreibe das Vorwissen und die gewünschte Bearbeitungszeit. „Drei Schwierigkeitsstufen“ allein sagt noch nicht, was erhalten bleiben soll.

  2. Bestimme, was variieren darf.

    Verändere zunächst die Hilfen, nicht das Lernziel: Eine Variante enthält eine Tabelle und Leitfragen, die zweite nur den Aufgabentext, die dritte fordert zusätzlich eine Begründung oder Fehleranalyse. So entstehen unterschiedliche Zugänge zu derselben mathematischen Idee.

  3. Lass Aufgaben und Lösungen getrennt entwerfen.

    Gib den Prompt unten zusammen mit deiner Ausgangsaufgabe ein. Fordere ausdrücklich gleiche Annahmen, passende Einheiten und vollständige Musterlösungen an. Beschreibe die Lerngruppe allgemein; übermittle keine Namen, Noten oder individuellen Förderberichte.

  4. Rechne jede Variante selbst nach.

    Prüfe, ob die Aufgabe eindeutig ist, ob sie das Lernziel wirklich trifft und ob die angegebenen Lösungen stimmen. Achte besonders auf unbeabsichtigte Themenwechsel: Ein Mengenrabatt würde die Annahme eines konstanten Stückpreises verändern.

  5. Entscheide über den Einsatz.

    Formuliere die Aufgaben in deiner Unterrichtssprache und passe die Hilfen an. Die Varianten können frei gewählt oder als aufeinanderfolgende Schritte genutzt werden. Beobachte im Unterricht, welche Hilfe weiterführt, und überarbeite das Material danach.

Ein gemeinsames Lernziel, drei Varianten

Ausgangspunkt: Vier Hefte kosten 6 €, jedes Heft kostet gleich viel. A – Mit Unterstützung: Ergänze eine Tabelle für 4, 1 und 10 Hefte; die Pfeile „÷ 4“ und „× 10“ sind vorgegeben. B – Selbstständig: Berechne den Preis für 10 Hefte und erläutere deinen Weg. C – Begründen: Jemand behauptet: „10 Hefte kosten 12 €, denn es sind 6 Hefte mehr, also 6 € mehr.“ Erkläre den Fehler und berichtige das Ergebnis.

Rechenweg zur Kontrolle anzeigen

A und B: 6 € ÷ 4 = 1,50 € pro Heft; 10 × 1,50 € = 15 €. C: Ein zusätzliches Heft kostet 1,50 €, nicht 1 €. Sechs zusätzliche Hefte kosten deshalb 9 €; zusammen mit den ursprünglichen 6 € ergibt das 15 €. Alle Varianten behandeln proportionale Zuordnungen bei konstantem Stückpreis.

Probiere diesen Prompt aus

Du kannst die Vorlage kopieren und an deine Aufgabe anpassen. Sie formuliert einen Arbeitsauftrag; ob ein KI-Dienst ihn zuverlässig befolgt, musst du im Gespräch prüfen.

Entwirf drei Zugänge zu meiner Ausgangsaufgabe für Klasse 7. Gemeinsames Lernziel: Eine proportionale Zuordnung erkennen und über den Wert für eine Einheit lösen. A: Tabelle mit Zwischenschritt und zwei Leitfragen. B: Aufgabe ohne Hilfen, mit Aufforderung zur Erklärung. C: Fehleranalyse mit plausibler falscher Lösung und Begründungsauftrag. Behalte in allen Varianten das Lernziel und die Annahme eines konstanten Stückpreises bei. Verwende klare Sprache und passende Einheiten. Gib zuerst nur die Aufgaben aus, danach die vollständig gerechneten Musterlösungen. Nenne zu jeder Variante die angebotene Hilfe und einen möglichen Stolperstein. Ausgangsaufgabe: Vier Hefte kosten 6 €. Was kosten zehn gleich teure Hefte?

Darauf solltest du achten

Eigene Unterrichtsbeispiele und Anleitungen · Stand: September 2026